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Linkes Foto: Beim traditionellen Getreidedreschen trennen sogenannte Dreschschlitten die Spreu vom Korn – eine Technik, die bereits auf Darstellungen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. belegt ist.
Rechtes Foto: In die Unterseite der hölzernen Dreschkufen sind scharfkantige Steinabschläge eingelassen, die das Korn von der Spreu trennen.
Am Rand von Birecik im Euphrattal trocknet das Getreide auf den flachen Dächern in der Sonne. Vermutlich handelt es sich um Mais, der immer wieder mit den Füßen gewendet wird, damit alle Körner gleichmäßig durchtrocknen.
Die Region Mersin an der südtürkischen Mittelmeerküste bietet mit ihrem feucht-heißen Klima ideale Bedingungen für die kälteempfindliche Bananenpflanze. Angebaut wird sie auf Terrassen oder in Gewächshäusern; die türkischen Bananen sind klein und besonders süß. Aus der riesigen Bananenblüte entwickeln sich in einem komplexen Prozess die einzelnen „Bananenfinger".
“Meine schönsten Kindheitserinnerungen an den Sommer: Anamur und kistenweise Bananen. Nach dem Urlaub füllten wir das Auto bis oben hin mit Bananen, und der ganze Innenraum war von diesem wunderbaren Duft erfüllt. Wir Kinder haben sie dann während der Fahrt genüsslich gegessen, bis wir Zuhause ankamen.” (anonym)
Inmitten eines Pfirsichhains pflügen Kleinbauern mit einem Zugtier den Boden – behutsam, um die empfindlichen Bäume nicht zu beschädigen. In Obsthainen sind Zugtiere anstelle von Traktoren bis heute gelegentlich anzutreffen.
In einem Dorf unweit des Batman-Flusses östlich von Silwan hängen Tabakblätter zum Trocknen an hölzernen Gestellen und unter dem Dachüberstand eines Lehmziegelhauses.
Linkes Foto: Pflegen der Baumwollpflanzen in einem Wachstumsstadium, in dem sich bereits erste Blüten geöffnet haben.
Rechtes Foto: Aufgeplatzte Baumwollkapseln kurz vor oder bei der Ernte; das bereits gebräunte Pflanzenmaterial deutet auf den Erntezeitpunkt hin. Baumwolle gehört in der Türkei zu den bedeutenden Anbaupflanzen und ist auf künstliche Bewässerung angewiesen.
Mit offenen Augen durch die Türkei: Drei deutsche Fotografen hinterließen zwischen den 1920er und 2000er Jahren ein außergewöhnliches Bildarchiv – und Berliner Stimmen erzählen, welche Erinnerungen die Fotos noch heute wecken.